Tochter von Masoumeh Dehghan und Abdolfattah Soltani: Ich war schockiert, als ich von der Verhaftung meiner Mutter erfuhr - The Feminist School
     
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Tochter von Masoumeh Dehghan und Abdolfattah Soltani: Ich war schockiert, als ich von der Verhaftung meiner Mutter erfuhr

Translated by : Mercede Salehpour

Mittwoch 6. Juli 2011

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Feminist School: Am Dienstag, 05. Juli 2011 sprach Masoumeh Dehghan, pensionierte Lehrerin, zivilgesellschaftliche Aktivistin und Ehefrau von Abdolfattah Soltani nach Erhalt einer schriftlichen Vorladung bei der Staatsanwaltschaft im Evin-Gefängnis vor. Sie wurde am gleichen Tag verhaftet. Daraufhin haben wir mit Maedeh Soltani, der Tochter von Masoumeh Dehghan über die Verhaftung ihrer Mutter gesprochen:

Feminist School: Liebe Maedeh, die Verhaftung von Frau Masoumeh Dehghan hat bei uns allen und bei Ihnen viele Fragen aufgeworfen, insbesondere weil Sie weit weg von der Familie in ständiger Sorge um die Gesundheit und der Sicherheit Ihrer Familie leben. Können Sie uns Ihre persönliche Meinung dazu sagen?

Maedeh Soltani: Ehrlich gesagt, war ich schockiert, als ich von der Verhaftung meiner Mutter erfuhr, weil sie politisch nicht aktiv war. Sie hatte am 02.07.2011 eine offizielle Vorladung zur Vorsprache bei der zweiten Ermittlungskammer im Evin-Gefängnis bekommen, um einige Fragen zu beantworten. Sie sprach am 05.07.2011 fristgemäß innerhalb von 3 Tagen vor, kam aber nicht mehr nach Hause zurück.

Feminist School: Ging Ihre Mutter in Begleitung eines Anwaltes zum Evin-Gefängnis oder war sie alleine?

Maedeh Soltani: Mein Vater und ein anderer Rechtsanwalt haben sie begleitet. Beide sind ihre Anwälte, sie durften sie aber bei der Vorsprache in der zweiten Ermittlungskammer nicht begleiten. Dies ist gesetzwidrig. Zumindest hätte sie mein Vater - als Anwalt und Ehemann - begleiten dürfen.

Feminist School: Hat man Ihnen bisher die Gründe der Verhaftung mitgeteilt?

Maedeh Soltani: In der Vorladung war keinen Grund erwähnt. Dies bedeutet, dass es keinen Grund gibt, meine Mutter anzuklagen. Meine Mutter Masoumeh Dehghan war wie jede/r andere Iraner/in in Sorge für ihr Land. Sie fühlte intensiv mit den Familien, die während der jüngsten Ereignisse Tote beklagt und Verluste erlitten hatten. Sie war für uns und auch für sie eine Mutter. Sie stand uns, unseren Vater und den Menschen ihrer Heimat mütterlich zur Seite. Daher kann es keinen Grund für ihre Verhaftung geben.

Feminist School: Ihre Mutter ist zivilgesellschaftlich, humanitär und emotional aktiv. Was glauben Sie aufgrund welcher Anklage man sie verhört hat?

Maedeh Soltani: Ich und meine Familie sind beunruhigt, weil man sie verhaftet hat, um meinen Vater unter Druck zu setzen. Die harte Vorgehensweise gegen meinen Vater und andere Mitglieder des Zentrums für Verteidiger der Menschenrechte ist ein Zeichen, dass das Regime gegen Menschenrechtsaktivitäten sensibel reagiert und die Verhaftung deren Familie nicht scheut. Meine Mutter ist bestens vertraut mit den Schwierigkeiten, die mein Vater in den letzten Jahren bei der Ausübung seines Berufes als Anwalt hatte. Daher zeigte sie große Verantwortung gegenüber allem, was um sie herum passierte. Ihr Schmerz und ihre Verantwortung für die Menschen wuchs mit jeder Verhaftung und jeder schlechten Nachricht. Ich wünsche ihr Geduld und Ausdauer. Meine Mutter hat nicht erst seit gestern, sondern schon seit vielen Jahren neben meinem Vater gelernt, geduldig zu sein und weiß mit Sicherheit, was sie zu tun hat. Aus dieser Ferne küsse ich sie. Ich wünsche meinen Geschwistern kurze Tage, bis unsere Mutter nach Hause zurückkehrt.

Feminist School: Liebe Maedeh, wir wünschen Ihrer Mutter und allen Müttern, die weit weg von ihrem Zuhause und ihrer Familie sind, eine baldige Heimkehr, damit die Sorgen und die Einsamkeit ihrer Ehegatten, Kinder und Freunde endet.

Source in Persian:

https://www.facebook.com/note.php?note_id=10150259213482356

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