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Fatemeh Farhangkhah: Fuer Nargess Mohammadi

translated by: Jaleh Lackner-Gohari

Sonntag 12. Juli 2015, von admin

Feministschool: Einführung: Nargess Mohammadi ist eine wichtige Repräsentantin der iranischen Zivilgesellschaft.

Nargess Mohammadi ist eine wichtige Repräsentantin der iranischen Zivilgesellschaft. Sie wurde diese Tage wieder verurteilt. Nach dem unfreiwilligen und auf unbestimmte Zeit dauernden Auslandsaufenthalt der iranischen Friedens- Nobelpreisträgerin Shirin Ebadi, Gründerin des „ Zentrum der Verteidiger der Menschenrechte in Iran“, übernahm Narges Mohammadi, Sprecherin dieser Gesellschaft, dort die Verantwortung. Narges Mohammadi hat viel der letzten Jahren in Haft verbracht und dort eine eigenartige Krankheit entwickelt die schwere Anfälle verursacht. Sie ist Mutter von zwei kleinen Kindern die den Großteil ihrer Kindheit ohne ihre Mutter die in Haft saß, verbringen mussten. Ihr Ehemann, Taghi Rahmani ist cor wenigen Jahren, als er alarmiert wurde, wieder ins Gefängnis gehen zu müssen, ins Ausland gegangen und lebt als politischer Flüchtling in Paris. Feminist School brachte in der letzten Online Publikation eine Kolumne von Fatemeh Farhangkhah die sich mit der Lage von Narges Mohammadi auseinandersetzt.

Fatemeh Farhangkhah ist seit langem in der iranischen NGO Szene ein Begriff. Sie schreibt darüber, dass Narges Mohammad neuerlich zu einer Verhandlung einberufen, während sie bereits ihre 6 jährige Haftstrafe absitzt. Krank, die Mutter zweier Kleinkinder, ihr Ehemann im Ausland, wobei er selbst wenn er da wäre, auch er im Gefängnis säße, wurde Narges Mohammadi im Mai 2015 nach wiederholten Mahnungen in ihrer Wohnung aufgesucht und ins Gefängnis gebracht. Sie wird Beschuldigt mit ihren Aktivitäten die Staatssicherheit zu gefährden die öffentliche Meinung aufzurühren. In der Folge die Ausführungen von Fatemeh Farhangkhah: Hier muss an jene Instanzen die sie mit erfundenen Anschuldigungen einkerkern folgende Frage gestellt werden: können, das was Narges Mohammadi tut, nämlich folgende Tätigkeit die Öffentliche Meinung aufrühren und die Staatssicherheit gefährden: Menschenrechte & Frauenrechte zu verteidigen, sich für die Aufhebung der Todesstrafe einzusetzen, mit der Mutter von Sattar Beheschti ( ein Blogger der unter Folter sein Leben lasen musste) Mitleid zu zeigen, sich dafür einzusetzen, dass Mädchen und Frauen in Sportstadien zugelassen werden, Fälle in der Öffentlichkeit anzuprangern die durch willkürliche Säureattacken auf “nicht ausreichend verhüllte“ junge Frauen das Leben von Unschuldigen zerstören und deren Täter nie aufgegriffen werden, Familien der Gesinnungsgefangenen moralisch zu unterstützen insbesondere jene die nach den fragwürdigen Wahlen 2009 der Willkür der „Justiz“ zum Opfer gefallen waren, Mitglied in Organisationen der Zivilgesellschaft sein, die fordert, dass Menschenrechte und Menschenwürde respektiert wird Die öffentliche Sicherheit gefährden ? Wie können diese Tätigkeiten die Öffentliche Meinung beunruhigen Es sieht so aus, als würden humanitäre Auftritte und die Forderung der zivilen Rechte der Bevölkerung den Machthabern denen es sehr leicht fällt, Menschenrechte und die Wohlfahrt der Bürger, eigenen Interessen zu opfern, den ruhigen Schlaf rauben Narges Mohammadi ist eine mutige und besonnene Frau die im Bezug auf laufenden und unwürdigen Ereignissen im Land Verantwortung bezieht. Ihre Tätigkeit über die Jahre zeigt deutlich, dass sie, anders als die schweigende Masse, gegenüber von Rechtsverletzung Verletzung und Verletzung der Menschenwürde von Bürgerinnen und Bürger und nicht gleichgültig bleibt. Sie ist in zwei nicht-staatlichen Organisationen tätig: Als Sprecherin des“ Zentrums der Menschenrechtsverteidiger“ und als Geschäftsführerin des „Iranischer Friedensrat“. Beide dieser sind mit einem offiziellen Verbot belegt. Sie dürfen nicht aktiv sein. Kann aber ein offizieller Verbot und die Weisung zur Untätigkeit, verantwortungsbewusste Individuen davon abhalten, zu Geschehnissen Positionen zu beziehen und ihnen gegenüber verantwortungsbewusst zu handeln? Auch wenn zivile Einrichtungen offiziell geschlossen werden, können zivilgesellschaftlich aktive individuelle Aktivistinnen, deren Ziele sich in aktuellen Zusammenhängen definieren, nicht aufhören zukunftsorientiert und getreu den humanitären Prinzipien für die sie stehen, zu ihrem individuellen Recht auf freie Meinungsäußerung zu stehen. Folglich steht Frau Mohammadi, als Individuum, nicht als Vertreterin einer Institution, das staatsbürgerliche Recht zu, auf Unzulänglichkeiten der Menschenrechtssituation hinzuweisen und damit die Aufmerksamkeit der zuständigen Instanzen darauf zu lenken. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wurde 1948 und nach den verheerenden Kriegsjahren proklamiert. Hier wurde erstmals Menschenwürde und Rechte von Bürgerinnen und Bürger verpflichtend für den Staat in den Fokus seiner Aufgaben gerückt. Die Verteidigung dieser Rechte und die Verpflichtung zu deren Einhaltung ist kein gesetzwidriger Akt und soll die Machthaber nicht derart beunruhigen, dass sie Aktivisten dieser Domäne unter erfundenen Anschuldigungen einkerkern oder quasi unter Hausarrest stellen. Die vorherrschenden Bedingungen im Land, Arbeitslosigkeit und Armut, zwingt die Bevölkerung irgendwie zu überleben. Die vorherrschende Angst vor Willkür der Machthaber hat die Bevölkerung längt in Tatenlosigkeit, Resignation und Gleichgültigkeit getrieben.

Soll Unter diesen Umständen ist es verständlich dass sich gelegentlich verantwortungsbewusste und mutige Menschen finden, die das Sprachrohr dieser entbehrenden Menschen werden. Soll man das nicht gewährten Scheidungsrecht einer hilflosen Frau ignorieren, die ständig Misshandlungen eines Ehemannes ertragen muss, der Drogenabhängig, arbeitslos und frustriert ist und nur in Gewaltakten gegen seine wehrlose Frau seine „Machtposition“ verwirklichen kann? Der im Hals erstickte Schrei dieser Frau wird( Anm.in Iran) bei keinem Gericht erhört. Sie kann Jahrelang die Gerichtsgänge auf und ab gehen und an alle Türen klopfen, um vielleicht das Recht einer Scheidung zugestanden zu bekommen, oder wahrscheinlich auch nicht? Soll niemand die Machthaber darauf hinweisen, dass solchen Frauen das gleichgestellte Recht auf Scheidung zugestanden werden muss? Das ist nur ein Beispiel unter Hunderten Kategorien vom alltäglichen Dilemma der Frauen ( Anm.in Iran) . Was ist hier zu tun, wenn es offensichtlich ist, dass Frauen im Bereich des Öffentlichem-und Familienrecht mit mehr Hindernissen zu rechnen haben als Männer, und dass Verletzung der Rechte der Frauen häufig auf kulturell tradierte Grundsätze zurückgeht und von Beschlüssen der jeweiligen Machthaber abhängig ist? Die gewesene Erwartung, dass sich weibliche Abgeordnete in Majlis der Lösung von gesellschaftlichen Problemen insbesondere jenen der Frauen stellen, erfüllte sich nicht. Sie stimmten im Unisono den Vorstellungen ihren männlichen Kollegen. Sollen derartige Vakuums nicht aufgezeigt werden und die Machthaber auf Probleme die sie verstehen müssen, um sie Lösungen zuzuführen, nicht aufmerksam gemacht werden? Menschen wie Narges Mohammadi, die offensichtlich existierende Probleme gut kennen und auch über die Fähigkeit eloquent zu schreiben und die richtigen Worte zu sprechen, verfügen, müssen mitten in der Gesellschaft anwesend sein. Vielleicht finden ihre hinweisenden Worte doch Gehör. Der Platz dieser mutigen, unabhängigen und engagierten Frauen und Männer die das Leid der Bevölkerung und des Landes in ihrer Brust tragen, ist nicht im Gefängnis. Ihre Überlegungen sollten in den Dienst der Entwicklung des Geellchaft und der positiven Veränderungen des Landes gestellt werden. Es darf nicht ein, dass ihre Stimmen unter fadenscheinigen Anschuldigungen zu Verstummen gebracht werden.

Source in Persian:

http://feministschool.com/spip.php?article7756

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